Das Steuer-Blog von Clemens Helf

Es gibt Fragen, die einem als Steuerberater immer wieder von Freunden und Mandanten gestellt werden. Diese Fragen versuche ich in meinem Blog in einfachen Worten zu beantworten und verständlich zu machen. Es geht hier nicht um Spezialfragen des Umwandlungssteuerrechts und doppelstöckige Personengesellschaften, sondern um die alltäglichen Fragen des ganz normalen Steuerpflichtigen.

 

Abgabefrist Einkommensteuererklärung

 

Der 31. Mai schwebt wie ein Damoklesschwert über den Steuerpflichtigen und ist in vielen Köpfen eingebrannt als der Termin, zu dem man auf jeden Fall seine Steuererklärung beim Finanzamt abgegeben haben sollte. Aber dieser Termin gilt nicht für jeden. #taxiteasy versucht daher passenderweise im Mai ein wenig Struktur in den Fristen-Dschungel der Einkommensteuer zu bringen.

 

Zunächst mal müssen Sie für Sich klären, ob Sie überhaupt verpflichtet sind, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Wenn Sie verpflichtet sind, gilt für Sie grundsätzlich die Frist 31. Mai. Sonst droht evtl. ein Verspätungszuschlag. Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Frist zu verlängern, sollten Sie Ihre Erklärung nicht bis zum 31. Mai fertig haben.

Sind Sie nicht verpflichtet, gelten für Sie gänzlich andere Fristen. 

Es stellen sich also im Wesentlichen 4 Fragen, die ich im aktuellen Blogbeitrag beantworten möchte:

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Ehegattenveranlagung, Splittingtarif

 

Die in Deutschland übliche gemeinsame Veranlagung von Ehegatten geht historisch bis auf das preußische Einkommensteuergesetz von 1891 zurück. Wir sehen also: Die aktuelle #taxiteasy-Ausgabe beschäftigt sich mit einem echten Klassiker des deutschen Einkommensteuerrechts ;-)

 

 

Was steckt dahinter?

Die aktuelle Funktionsweise von Zusammenveranlagung und Ehegattensplitting existiert unverändert seit 1958. Hintergrund war, dass die Alleinverdienerehe bei gleichem Familieneinkommen steuerlich nicht schlechter gestellt werden sollte als die Ehe, in der beide Partner arbeiteten. Die Bundesregierung sah in dieser Regelung „eine besondere Anerkennung der Funktion der Ehefrau als Hausfrau und Mutter“ und wollte so Familieneinkommen begünstigen.

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Geschenke, Geschenke, Geschenke

Schenken ist etwas Schönes, weil man seinen Liebsten eine Freude machen kann. Beschenkt werden ist mindestens genauso schön.  Mit einem kleinen Geschenk kann man nichts verkehrt machen, man stiftet Freude, Dankbarkeit und Aufmerksamkeit. Negative Wirkungen ausgeschlossen. Denkste! Sobald das Finanzamt ins Spiel kommt, ist Schenken gar nicht mehr so einfach und kann sogar beim Beschenkten zu Ärger mit dem Fiskus führen.

 

Eine Flasche Wein an den Geschäftspartner zu Weihnachten ist unter bestimmten Voraussetzungen als Betriebsausgabe abzugsfähig. Jedoch muss der Beschenkte den Wert dieses Geschenkes auch als Einnahme versteuern. Dies fällt oft erst im Nachhinein bei einer Betriebsprüfung auf und die Freude über den Pinot Noir weicht in diesen Fällen oft der Verärgerung über die unerwartete Steuerpflicht. Da auch der Schenker sicher kein Interesse daran hat, dass sein Geschenk beim Beschenkten zu mehr Ärger als Freude führt, kann er den Beschenkten beim Finanzamt mit der Bezahlung einer pauschalen Steuer „freikaufen“. Aber alles der Reihe nach...

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Kindergeld und Kinderfreibetrag

Mit der Geburt des ersten Kindes erhalten die Eltern auch das erste Mal Kindergeld. Zusätzlich gibt es in der Einkommensteuererklärung die Begünstigung durch den Kinderfreibetrag. Kindergeld bekommt man grundsätzlich immer, den Kinderfreibetrag aber offensichtlich nicht immer. Wann bekommt man also den Kinderfreibetrag und wann nicht? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kindergeld und Kinderfreibetrag? Diese Fragen sollen in der aktuellen Ausgabe von taxiteasy beantwortet werden.

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Versteuerung von Gewinnen aus dem Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen

In 2017 hat die Wertentwicklung des Bitcoins ordentlich Fahrt aufgenommen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte ging die der Wert exponentiell nach oben. Wer in dieser Zeit investiert hat konnte schnell hohe Gewinne erzielen. Das Thema ist inzwischen allgegenwärtig, überall werden Geschichten über Bitcoin-Millionäre, vergessene Bitcoins oder weggeworfene Bitcoins erzählt. Dabei geht es meistens nicht nur um Bitcoins, sondern um Kryptowährungen im Allgemeinen. #taxiteasy möchte heute keine weitere romantische Geschichte über den Bitcoin erzählen, sondern den Bogen zum deutschen Steuerrecht spannen.

 

Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer. Das Jahr 2017 ist vorbei, folglich können ab sofort Einkommensteuererklärungen für 2017 abgegeben werden. Wer also in 2017 Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen erzielt hat, fängt derzeit wahrscheinlich damit an darüber nachzudenken wie die Gewinne zu versteuern sind. Auch bei mir häufen sich in letzter Zeit die Anfragen zu diesem Thema, so dass ich die Gelegenheit nutzen möchte, die wichtigsten Fragen hier an dieser Stelle zu beantworten:

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Außergewöhnliche Belastung

Normalerweise kann der Steuerpflichtige nur Kosten in seiner Einkommensteuererklärung ansetzen, die mit Einkünften in einem Zusammenhang stehen. Private Kosten finden in der Regel keine Berücksichtigung. Es gibt jedoch einige Ausnahmen, z.B. Sonderausgaben, Handwerkerkosten im Privathaushalt oder außergewöhnliche Belastungen. Ich möchte heute die außergewöhnlichen Belastungen erläutern. Um eine außergewöhnliche Belastung geltend machen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

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Steuerklassen, Lohnsteuer, Einkommensteuer

Für viele ist es nichts Neues. Aber ich stelle in Mandantengesprächen immer wieder fest, dass lange nicht jedem der Zusammenhang zwischen seiner Steuerklassenwahl und der tatsächlich zu zahlenden Einkommensteuer klar ist. Es gibt nämlich keinen. Die Wahl der Steuerklassen hat keine Auswirkung auf die Höhe Ihrer Einkommensteuer, sondern lediglich auf die zeitliche Verteilung Ihrer Einkommensteuerzahlungen.

 

Die Lohnsteuer ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer, die der Arbeitgeber für den Abnehmer an das Finanzamt abführen muss. Aus diesem Grund behält er einen Teil des Gehaltes ein, dass er nicht an den Arbeitnehmer auszahlt, sondern an das Finanzamt überweist.  Die Steuerklasse des Arbeitnehmers sagt aus, wieviel Lohnsteuer sein Arbeitgeber jeden Monat als Vorauszahlung ans Finanzamt überweist. 

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Wie Studierende Steuern sparen

Steuererklärung? Als Student? Lästig, klar. Doch die Mühe kann sich auszahlen, wie ich im folgenden Artikel erklären möchte:

 

Notebook, Schreibmaterial, Lehrbücher: Studenten müssen während ihrer Ausbildung viele Kosten stemmen. Dass sie womöglich einen Teil des Geldes mit einer Steuererklärung zurückerstattet bekommen, ist vielen gar nicht bewusst. Denn für wen sich der Aufwand lohnt, ist oft kaum nachzuvollziehen: Wer sich einmal mit der Steuergesetzgebung beschäftigt hat, der weiß wovon ich spreche. Ich möchte deshalb die wichtigsten Fragen zum Thema Studium und Steuererklärung beantworten. Die erste Frage, die sich jeder Studierende stellen sollte, ist: Absolviere ich gerade meine Erst- oder Zweitausbildung? Denn davon hängt ab, wie viel Geld Studenten vom Staat zurückfordern können. 

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Berufsbedingter Umzug

Steht bei Ihnen aus beruflichen Gründen ein Umzug an? Ein Umzug wird als beruflich veranlasst anerkannt, wenn sich dadurch Ihre tägliche Fahrtzeit zwischen Wohnung und täglicher Arbeitsstätte um mindestens eine Stunde verkürzt, also 30 Minuten pro Strecke. Ist dieses Kriterium erfüllt, können Sie die Umzugskosten in Ihrer Einkommensteuererklärung als Werbungskosten geltend machen. Ein Arbeitsplatzwechsel ist nicht zwingend erforderlich. Lediglich der Umzug der privaten Wohnung und die damit einhergehende Fahrtzeitverkürzung sind die Kriterien für die Abzugsfähigkeit.

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Pauschalen und Tipps für die Anlage N der Einkommensteuererklärung

Arbeitnehmer zahlen ihre Einkommensteuer jeden Monat, wenn die Lohnsteuer durch den Arbeitgeber abgeführt wird. Sofern sie keine anderen Einkünfte haben und ihre Lohnsteuer anhand der Steuerklassen I oder IV (ohne Faktor) berechnet wird, sind sie in der Regel auch nicht verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.und 

 

Aber: Die Abgabe einer Erklärung kann sich für viele Arbeitnehmer finanziell lohnen, wenn sie hohe Werbungskosten haben. Diese werden in der Anlage N der Steuererklärung angesetzt und mindern das zu versteuernde Einkommen. Je höher die Werbungskosten sind, desto mehr Geld gibt es vom Fiskus zurück.

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Handwerkerleistungen im Privathaushalt

Kosten können Sie in Ihrer Einkommensteuererklärung in der Regel nur dann ansetzen, wenn Sie mit Einkünften in Zusammenhang stehen, z.B. Fortbildungs- oder Bewerbungskosten bei Ihren Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit oder Instandhaltungsaufwendungen bei Vermietungseinkünften. Es gibt jedoch auch einige private Kosten, die sich ausnahmsweise ansetzen lassen, obwohl sie mit keinen Einnahmen zusammen hängen, z.B. Sonderausgaben (Spenden, Krankenversicherung, Altersvorsorge), außergewöhnliche Belastungen (Krankheitskosten, Pflege, auswärtige Unterbringung des Kindes) oder der Handwerker, der Arbeiten in Ihrer Privatwohnung erledigt (§ 35a EStG). Um letztere soll es im heutigen Blogeintrag gehen. Wer private Handwerkerkosten geltend machen möchte, sollte jedoch ein paar Dinge beachten:

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Einkommensteuer und Gewerbesteuer im (nebenberuflichen) Kleingewerbe

Wer nebenberuflich oder in kleinem Rahmen gewerblich tätig werden möchte, stößt schnell auf die sogenannte Kleinunternehmerregelung und die dazugehörige Umsatzgrenze von 17.500 €. Diese Regelung ist eine rein umsatzsteuerliche Vorschrift und befreit Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer, hat aber keine Auswirkung auf die Einkommensteuer oder Gewerbesteuer. Dies wird jedoch oft fälschlicherweise angenommen. In diesen Steuerarten haben Sie andere Grenzen und Freibeträge zu berücksichtigen, von denen abhängig ist, ob Sie Steuern zu zahlen haben oder nicht.

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Der umsatzsteuerliche Kleinunternehmer

Der Begriff des Kleinunternehmers kommt aus dem Umsatzsteuergesetz und hat nichts mit der Einkommensteuer oder Gewerbesteuer zu tun. Es ist eine Vereinfachungsregelung, die es kleinen Gewerbetreibenden und Selbständigen erspart, jeden Monat eine Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben.

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Warum sich die Einkommensteuererklärung für Lehrer meistens lohnt

Steuererklärung für Lehrer

Viele Lehrer sind nicht verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, da sie außer ihrem Gehalt keine weiteren Einkünfte haben und die monatliche Lohnsteuer mit Steuerklasse 1 oder 4 festgesetzt wird. Trotzdem wird es sich für die allermeisten von Ihnen lohnen, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben. 1000 Euro Werbungskosten werden pauschal bei der Berechnung der Lohnsteuer in Steuerklasse 1 und 4 angenommen. Alles, was darüber hinausgeht, führt zu einer Steuererstattung in der Einkommensteuererklärung. Der Aufwand der Steuererklärung lohnt sich also immer dann, wenn man deutlich mehr als 1000 Euro Werbungskosten nachweisen kann. Warum gerade Lehrer oft darüber liegen, möchte ich nachfolgend erläutern:

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Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in der Einkommensteuererklärung

Wer eine Wohnung oder ein Haus vermietet, erzielt mit der Miete Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und muss diese natürlich auch versteuern. Auf der anderen Seite können natürlich auch die Kosten der Vermietung abgesetzt werden. In der Einkommensteuererklärung ist dafür die Anlage V vorgesehen.

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Nebenberufliche Selbständigkeit

Es gibt viele Arbeitnehmer, die sich neben Ihrem eigentlichen Job auf eigene Faust noch etwas dazuverdienen, sei es, weil Sie mit Ihrem Anstellungsverhältnis zeitlich nicht ausgelastet sind oder weil Sie mit einem Hobby nebenher noch etwas Geld verdienen möchten. In den meisten Fällen handelt es sich hier um eine nebenberufliche, selbständige oder gewerbliche Tätigkeit. Welche Dinge sind im Vorfeld der Aufnahme einer solchen Tätigkeit zu klären? Welche steuerlichen Vorschriften sind zu beachten? Welche steuerlichen Vorteile kann man nutzen?
Ich versuche an dieser Stelle ein paar dieser Punkte zu beantworten.

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